Hohes Allergie-Potenzial aufgrund des zu warmen Winters
Keine Pause für Schniefnasen
Schwarzenbek (ae) – Normalerweise haben Allergiker und Asthmatiker im Winter eine Verschnaufspause. Leider ist das in diesem warmen Winter anders. „Bereits in den letzten Jahren ist ein Trend zu erkennen, dass es im Dezember relativ warm ist, so dass die Allergiker mit Haselnusspollen rechnen mussten. Dieses Jahr kommen aber auch die Erlenpollen hinzu, die man sonst erst im März hätte.“, erläutert Elke Alsdorf, Gesundheitsberaterin und Leiterin des Regionalzentrums Nord (für Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern) des Deutschen Allergie- und Asthma-Bundes in Schwarzenbek, Uhlenhorst 5. „Wenn es so milde bleibt, blüht im April alles auf einmal und die Allergiker werden es schwer haben“, führt sie weiter aus. Damit verlängert sich die Leidenszeit der Betroffenen, wenn der Pollenflug früher beginnt und später aufhört. Auch zu dieser Jahreszeit sollte man deshalb so gut es geht die Allergie-Quellen reduzieren, zum Beispiel die Haare öfter waschen, Wäsche nicht draußen trocknen, die Fenster mit Pollengittern versehen oder Nasenspülungen vornehmen. Elke Alsdorf betont, dass Heuschnupfen die Vorstufe von Asthma ist, und deshalb nicht „auf die leichte Schulter“ genommen werden darf. Dennoch sind 69 % der Heuschnupfen-Patienten in Deutschland noch nicht diagnostiziert. „Viele Betroffene haben leider die unbegründete Angst vor Medikamenten und ertragen ihr Leiden einfach“, erzählt sie. Eine rechtzeitige Immuntherapie durch einen Allergologen oder die Einnahme von Antihistaminika seien aber bewährte Therapien, auf die man zurückgreifen sollte, damit der Heuschnupfen nicht zum Asthma führt.
Elke Alsdorf ist seit 1982 in der Allergieberatung tätig und leitet seit 1997 das Schwarzenbeker Büro des Deutschen Allergie- und Asthma-Bundes in der Uhlenhorst 5. Für Terminabsprachen ist sie unter 0 41 51 / 89 46 30 erreichbar.
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